Überblick

Der nicht-konsekutive Master-Studiengang Exhibition Design mit Abschluss „Master of Arts“, der von den Fachbereichen Design und Architektur gemeinsam betrieben wird, ist transdisziplinär eng verzahnt mit den vier Master-Studiengängen Architektur, Innenarchitektur, Kommunikationsdesign und Applied Art and Design.

 

Er ist forschungsorientiert: Forschung durch Design, was bedeutet, dass die Studierenden in Gestaltungsprojekten intensiv an Design- und Raumforschung sowie Kommunikationsstrategien herangeführt und unter wissenschaftlichen Aspekten gezielt auf eine Promotion vorbereitet werden. Ein studienbegleitendes Mentoringprogramm fördert zusätzlich die Kompetenzen der Studierenden und bereitet sie intensiv auf die Praxis komplexer Kommunikations- und Gestaltungsaufgaben im Kontext musealer Projekte vor.

 

Die Zusammenstellung der Lehrenden aus den Bereichen Architektur, Design und Kunst bietet dabei vielfältige Verknüpfungen zur Praxis und Forschung und begleitet mit Engagement, Empathie und Begeisterung durch den gesamten Master. Weiterführende Studien wie Promotion oder PhD sind möglich.

 

Durch die engen Verflechtungen des Studienganges mit dem kulturellen und beruflichen Umfeld der Stadt, der Region und seinen internationalen Netzwerken bieten sich den Studierenden zahlreiche Möglichkeiten der praktischen und beruflichen Orientierung.

 

Über die Zulassung zum Master-Studiengang entscheidet ein besonderes Verfahren zur Eignungsfeststellung.

Best of

Das Feld der Ausstellung bedarf kompetenter Konzepte und Entwürfe: Temporäre Ausstellung, Dauerausstellung, Markenmuseum, musealer Shop, Experiment/Avantgarde, Kunst, Mode und öffentlicher Raum.

 

Nachfolgend ein kleiner Auszug aus ausgewählten Projekten der letzten Jahre, die die Bandbreite des Master-Studiengangs Exhibition Design und das Forschungsinteresse des Exhibition Design Institutes widerspiegeln.

Projektarchiv

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Freies Projekt Master-Thesis Studio Projekt

Type 550 – Vom Mehl zur Form

Designers’ Saturday 2018, Langenthal (CH), Alte Mühle, 2018
Begleitet von Prof. Uwe J. Reinhardt, Tobias Jochinke, Philip Behrend und Eric Fritsch
Freies Projekt von Kader Arslan, Maximilian Gladisch, Valerie Hain, Meltem Kalayci, Anna Kathrein, David Klein, Sonja Koch, Julia Kohler, Luca Stein, Cathleen Weiß, Carolin Wilczynski und Felix Zanger

Mit dem szenografischen Beitrag der Peter Behrens School of Arts im Rahmen der 17. Ausgabe des traditionsreichen «Designers Saturday» reagierten die jungen Gestalter inhaltlich und künstlerisch auf den Ort der Alten Mühle. Das Konzept widmete sich ganz direkt dem Mehl und dem Brot und seiner Bedeutung für die Gesellschaft. Die räumliche Inszenierung irritierte die Besucher bewusst in ihren Sehgewohnheiten und schärfte dadurch den Blick auf eines unserer wichtigsten Kulturgüter. Durch künstlerisch visualisierte Küchenexperimente erschließt sich die Welt des Brot-Backens wieder neu. Was ist wichtig, welches Verhältnis der Zutaten ist nötig? Welche Tradition bestimmt das Backen von Brot: die anthropologische Konstante, die Kulturtechnik, das Handwerk, die Ästhetik und Praxis. Entlang einer langen Tafel entzifferte sich das Wissen um Getreide, Korn, Mahlen, Mehl, Salz und Wasser.

 

Das Projekt wurde durch eine international besetzte Fachjury mit einem DS Award, einer «Special Mention», geehrt.

DEUSCTHLAND

NRW Forum Düsseldorf, November 2017 – Februar 2018
Freies Projekt von Mia Basile, Leonard Bauer, Saskia Ehrnsperger, Hannah Horwat, Jennifer Loehr, Anne-Cathrine Mosbach, Tina Nitzsche, Felix Obermaier, Kathrin Ulanicki, Carolin Wilczynski und Friederike Wöhrmann

Helmut Kohl ist tot. Die BRD häutet sich. Die rasenden Veränderungen der Welt, die nebelige Verunsicherung der Menschen in Deutschland, die Gegenwart muss mit Kunst bezwungen und gefasst werden. Ist das noch Satire oder schon Revolution? Diese Frage werfen Jan Böhmermann und seine Partner der Kreativschmiede Bildundtonfabrik vom 24. November 2017 bis 4. Februar 2018 mit ihrer gemeinsamen Ausstellung im NRW-Forum Düsseldorf auf. Im Herbst des Megawahljahres 2017 zementiert das Kollektiv hinter dem Neo Magazin Royale mithilfe der bildenden Kunst den Status Quo Deutschlands und geht der Frage nach «wenn das alles echt und kein quatsch ist in was für eine zeit & land & welt leben wir überhaupt»?

 

Dieses Projekt ist eine Ausstellung von Jan Böhmermann, btf und edi.

set now – ausstellung ausstellen

Nilsson, Düsseldorf 2017
Begleitet durch Prof. Philipp Teufel und Prof. Stefan Korschildgen
Master-Thesis von Vanessa Kiefert und Eric Fritsch

Die Master-Abschlussarbeit set now — ausstellung ausstellen bündelt die Forschungsergebnisse und Erkenntnisse zur sogenannten Neuen Ausstellungsgestaltung. Anlass für die mannigfaltige Auseinandersetzung mit dem Medium Ausstellung gab die redaktionelle Mitarbeit an der nunmehr dritten Ausgabe der Buchreihe ‹New Exhibition Design / Neue Ausstellungsgestaltung›, herausgegeben durch Uwe J. Reinhardt und Philipp Teufel. Die Suche nach dem Neuen Ausstellen setzte sich mit dem ‹Exhibition Design Reader›, einer Sammlung klassischer und zeitgenössischer Literatur zur Ausstellungstheorie, sowie dem Symposium ‹entweder oder. sowohl als auch. dazwischen.› mit internationalen Gastrednern und Vertretern verschiedenster Disziplinen im Dialog über neue Trends und Tendenzen in der Ausstellungsgestaltung fort.

 

Hinstellen oder Ausstellen? set now spiegelt und dokumentiert den Status quo der Ausstellungsgestaltung. Im Sinne eines Applied Research machen räumliche und gestalterische Zitate sowie Interviews mit renommierten Architekten, Designer, Kuratoren, Künstler und Wissenschaftler das Ausstellen vielschichtig erfahr- und nachvollziehbar. An Stelle von Podest, Tisch und Vitrine werden Baustoffe und Lagertechnik de-kontextualisiert und zweckentfremdet, um das Prozesshafte des Ausstellungsmachens zu betonen. Die Ausstellungsarchitektur steht dabei in enger Wechselbeziehung zu Materialbeschreibungen, Normen und Richtlinien. Der Umgang mit Raum, Objekt und Text nimmt Bezug auf die Arbeit des belgischen Künstlers Marcel Broodthaers, der mit Wort-Bild-Beziehungen, Sprachbildern und Bildsprache, Zeichen und Bezeichnetem bereits in den siebziger Jahren die Rolle des Museums und des Kunstbetriebs hinterfragte.

Peter Behrens

NRW-Forum Düsseldorf, 28.02. – 28.03.2015
Begleitet von: Prof. Thorsten Scheer & Prof. Harry Vetter
Beteiligte Studierende: Louisa Georg & Sadrick Schmidt
Der vor 75 Jahren in Berlin verstorbene Peter Behrens gilt, obwohl er als Maler im Bereich der Architektur ein Autodidakt war, in der Zeit bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs nicht nur als einer der bedeutendsten Gestalter und einer der ersten Industriedesigner. Er wird gleichzeitig als Erneuerer der Architektur und wichtiges Bindeglied zwischen Tradition und Moderne betrachtet.

Die Ausstellung zeigt die vielfältige Auseinandersetzung eines Malers mit den künstlerischen Konsequenzen, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus den neuen Konstruktionsmethoden und den Fragen ihrer Anwendung ergaben. 

Anhand von zwölf eigens für die Ausstellung angefertigten Modellen sowie Plänen, historischen Fotografien und zahlreichen kunsthandwerklichen Gegenständen wird ein beispielhafter Einblick in die umfassende Tätigkeit von Peter Behrens gegeben. Zum ersten Mal überhaupt werden die Pläne und ein Modell des dritten, nicht mehr realisierten Bauwerks, das Peter Behrens für den Alexanderplatz in Berlin geplant hatte, im Rahmen dieser Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert.

Eine Kooperation des Fachbereichs Architektur (Ausstellungsarchitektur) und des Masters Exhibition Design (Ausstellungsgestaltung).

Peter Behrens und die Vielfalt der Gestaltung

Das magische Dreieck

Museen Dahlem Berlin, 2013
Begleitet von: Prof. Philipp Teufel & Prof. Barbara Holzer
Beteiligte Studierende: Elisabeth Eichberger, Henning Humml, Clemens Müller, Benjamin Nast, Nadine Nebel, Thomas Quack, Melanie Riepl, Sabrina Schwenecke, Roman Tönjes, Edi Winarni & Vanessa Zeisig
Experimente und Untersuchungen zum magischen Beziehungsgeflecht in der Museumspräsentation.

Jungle Food

Botanischer Garten Düsseldorf, 2012
Begleitet von Dr. Sabine Etges, Prof. Philipp Teufel, Prof. Herman Verkerk & Prof. Barbara Holzer
Beteiligte Studenten: Katarzyna Bodziak, Meike Detering, Britta Liermann & Janna Rinck
Eine Ausstellung über tropische und subtropische Nutzpflanzen in der Orangerie,einem 325 m² großen Gewächshaus des Botanischen Gartens der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Das Konzept spielt mit der Metapher des Supermarktes und macht den Besucher auf seine täglichen Berührungspunkte mit tropischen und subtropischen Pflanzen aufmerksam. Während er die verschiedenen Stationen durchläuft, lernt er alles rund um die rohen Nutzpflanzen. Angefangen bei ihren Merkmalen und Lebensräumen, über ihre Geschichten und Kuriositäten, bis hin zu den vom Konsumenten selbst genutzten Produkten.

Perlen aus Papier

Galerie 1900 Düsseldorf, 2012
Begleitet von Prof. Uwe J. Reinhardt & Prof. Herman Verkerk
Master-Thesis von Kira Schnieders & Julia Maria Werner
Perlen aus Papier, die kleinste Form der Grafik, das meistgedruckte Miniaturplakat, präsentiert Briefmarken, die eine ganz besondere Geschichte erzählen: Von der Liebe, von einer besonderen Fälschung, einer besonderen grafischen Gestaltung, aber auch von wichtigen politischen Ereignissen. Die Ausstellung macht die Briefmarke als Kunstobjekt erlebbar. Spielerisch gestaltet und inszeniert, steht die Präsentation im Gegensatz zum klassischen philatelistischen Umgang – spielt jedoch mit verschiedenen Größenverhältnissen, philatelistischen Techniken und Besonderheiten.

phonograph

Dortmunder U, 08.09.2012 - 21.10.2012
Begleitet von: Prof. Philipp Teufel, Prof. Sabine an Huef, Christian Jendreiko
Beteiligte Studierende: Thomas Böcker, Clemens Müller, Nadine Nebel, Sabrina Rothe, Sabrina Schwenecke, Edi Winarni, Vanessa Zeissig

Das Projekt phono/graph fördert den gestalterischen und kulturellen Austausch zwischen Künstlern und Designern aus Japan und Deutschland und ist die Fortführung einer fruchtbaren Zusammenarbeit der FH Düsseldorf mit der DNP Foundation for Cultural Promotion.

 

Grenzen in alle möglichen Richtungen zu überschreiten, ist dabei der Kerngedanke. Hören trifft sehen, sprechen trifft schreiben, schreiben trifft hören, Optik trifft Klang, Klangerfahrung trifft Experiment, Künstler treffen Designer, Ausstellungsdesigner treffen Grafikdesigner, Japaner treffen Deutsche, Ost trifft West, analog trifft digital, Auseinandersetzung trifft Verknüpfung, Neugier trifft Forschung.

 

Das Forschungsprojekt des Exhibition Design Institutes (edi) der Fh Düsseldorf führt unterschiedliche gestalterische Disziplinen, kulturelle Prägungen und Sichtweisen zusammen. Künstler, Designer und Architekten entwickelten die Ausstellung mit den Forschungsergebnissen in Kooperation zwischen Deutschland und Japan innerhalb eines Jahres.

 

Die von dem Künstler Yukio Fujimoto kuratierte Ausstellung ist eine erweiterte Version einer Ausstellung gleichnamigen Titels, die 2011 in der ddd Gallery in der japanischen Stadt Osaka gezeigt wurde. Neben den in Osaka präsentierten Arbeiten werden auch neue Objekte der dort beteiligten Künstler und Designer präsentiert. Hinzu kommen Arbeiten von Studenten der FH-Düsseldorf. phono/graph - sound letters graphics ist eine interaktive Ausstellung. Die Ausstellungsarchitektur ermöglicht dem Besucher eine aktive Auseinandersetzung mit den Arbeiten. Er kann sie anfassen, mit ihnen experimentieren und
interagieren und durch die eigenen Erfahrungen ein intensives Hören und Sehen erleben.

 

An der Fachhochschule Dortmund und der Fachhochschule Düsseldorf wurde über zwei Semester in vier Seminaren am Projekt gearbeitet.

Resphinxed

Maastricht, 2011
Begleitet von Prof. Herman Verkerk, Frank Bruggeman & Ernst van der Hoeven
Beteiligte Studenten: Johanna Diepenbrock, Moritz Gebb, Linda Grosseschallau, Stefanie Kuppert, Britta Liermann, Benjamin Nast, Janna Rinck, Lucia Sotnikova, Edi Winarni
Ein Wettbewerb des Great Expactations Award "In Between: Temporary Interiors, a Strategy for Sustainability" von FRAME, Marres – Centre for Contemporary Culture, und NAiM/Bureau Europa zur temporären Umnutzung.

Die Studenten aus Düsseldorf entwickelten auf einem ca. 30.000 m2 großen, brachliegenden und überwucherten Gelände der alten Sphinx-Keramikfabrik das Ausstellungsprojekt resphinxed – an open park field trip: ein für die Bewohner Maastrichts erstmals zugänglicher Park, der die Vergangenheit und die Gegenwart des Ortes zusammenbringt. Die Jury verlieh dem resphinxed-Team den ersten Preis. Beim Benelux Award 2012 wurde das Projekt ein zweites Mal ausgezeichnet.

Zwischen Gehorsam und Gewissen

Polizeimuseum Düsseldorf, 2009
Begleitet von Prof. Stefan Korschildgen, Prof. Uwe J. Reinhardt & Prof. Philipp Teufel
Beteiligte Studierende: Anette Hentrich & Simone Kapeller
Die Ausstellung ist auf zwei Ebenen im Polizeipräsidium eingerichtet. Im Erdgeschoss präsentiert eine Installation 463 jüdische Adressen, die von den Nazis am 9. November 1938 in Düsseldorf gestürmt wurden. Bei diesen Übergriffen wurden Einrichtungen zerstört, Menschen misshandelt und sogar getötet. Im ersten Stock hängen historische Fotos, die Zeitzeugen und das Straßenbild abbilden. Das zersprungene Glas der Bilderrahmen erinnert an die Zerstörungen; es steht als Metapher aber auch für die Demütigung der Opfer. Vertiefende Inhalte werden über Katalog-Hefte transportiert.

Transparenz und Schatten

Polizeimuseum Düsseldorf, 2007
Begleitet von Prof. Stefan Korschildgen, Prof. Uwe J. Reinhardt & Prof. Philipp Teufel
Beteiligte Studierende: Stefanie Anten, Nina Krass & Caroline Rissel
Die Düsseldorfer Polizei betrachtet heute die eigene Geschichte, vor allem die Zeit von 1919 bis 1949, besonders kritisch. Anlass dafür bieten Beispiele von Mitläufern, Denunzianten und Widerständlern im dienstlichen Alltag. Im Grundsteinraum des Polizeipräsidiums erzählt und dokumentiert die Dauerausstellung Polizeigeschichte und politische Bezüge, aber auch persönliche Auswirkungen und menschliche Schicksale. Das Prinzip der histori­schen Spurensuche wird auf die didaktische Erschließung der Ausstellungsinhalte selbst übertragen. Der Titel Transparenz und Schatten ist zugleich Inhalt und Struktur und bildet die inhaltlich-atmosphärische Einheit des szenografischen Parcours.

Rudi Assmann

Ninasagt Galerie, Düsseldorf 2018
Freies Projekt von Tatjana Blechert und Eric Fritsch
Buchgestaltung von Eric Fritsch und Vanessa Kiefert

Der Fachbereich Design der Hochschule Düsseldorf hat es sich zur Aufgabe gemacht den umfangreichen künstlerischen Nachlass von Rudi Assmann, ehemaliger Professor für Zeichnerische Gestaltung und Illustration, zu archivieren und einen Auszug aus Werk und Lehre erstmals öffentlich zugänglich zu machen. Die Ausstellung sowie der begleitende Katalog mit Zeichnungen, Texten, Aufgaben und Regeln stellen eine komprimierte Darstellung seines Schaffens dar und sollen Schauwert und Denkanstoß für die gegenwärtige Gestaltung geben.

 

Die Inszenierung in den Räumlichkeiten der Ninasagt Galerie fungierte im wahrsten Sinne des Wortes als Schaukasten: In Anlehnung an das flexible, mit dem Weißraum spielende Raster der Publikation werden ausgewählte Arbeiten frei in den Raum gebracht — die Wandabwicklung ordnet die figürlichen Darstellungen dabei nach dem formalen Kriterium ‹von stehend bis liegend›.

AND – Fashion and Jewellery

NRW Forum, Düsseldorf 2018
Freies Projekt von Vanessa Kiefert und Eric Fritsch
Umsetzung in Kooperation mit Karin Heimberg

Unauffällig oder extravagant, zurückhaltend oder aufreizend, monochrom oder bunt, slim oder loose, sportlich oder elegant – oder doch von allem ein bisschen: Outfits zufällig beobachteter Passanten wurden künstlerisch in körperumfassenden Schmuckstücke bis hin zu abstrakt-futuristische Kopfbedeckungen übersetzt. Wo hört Mode auf und wo fängt Schmuck an – oder umgekehrt? Die Ausstellung «AND» zeigt aktuelle Positionen und persönliche Interpretationen der Studierenden des Studiengang «Applied Art and Design» auf dem schmalen Grad zwischen Kunst und Kommerz, zwischen Mode und Schmuck – der Besucher wird in dieser Ausstellung letztlich selbst zum Flaneur.

 

Die Ausstellung fand im Rahmen der «The NRW Design Issue: Temporary.» statt.

Hyperharmonie

neospektiv, Düsseldorf, 14. – 18.02 2018
Begleitet von
 Prof. Mareike Foecking, Prof. Christian Jendreiko und Prof. Elmar Hermann
Master-Thesis von Anne-Cathrine Mosbach

Geschehnisse und Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenzen und deren Implementierung in die Gesellschaft, sowie insbesondere der beobachtete, leichtfertige Umgang der Gesellschaft mit den aufkommenden kulturellen Transformationen, werden in den Kontext einer spirituellen Bewegung gehoben. Ziel ist das Aufzeigen der existierenden und vorausgesehenen Realität und die humoristische Entwicklung einer Zukunftsvision für eben diese Realität, in der ein satirisches Moment der Verdeutlichung der kritischen Position dient.

SPIELSTÄDTE!

Internationale Bauausstellung Thüringen GmbH in Apolda, 2018
Begleitet von Prof. Stefan Korschildgen und Prof. Barbara Holzer
Beteiligte Studierende: Serena Bossio, Gülcan Celik, Maximilian Gladisch, Hannah Hoffmann, Meltem Kalayci, Anna Kathrein, David Klein, Sonja Koch, Julia Kohler, Anja Krey, Cathleen Weiß und Madleine Thrun

Das Kuratierte Studium versammelte in Kooperation mit der IBA Thüringen im über 120 Studierende der Peter Behrens School of Arts in Apolda. Das Bundesland Thüringen bildet unter dem Titel «STADTLAND» während der Kooperation für die Studios den übergeordneten Denkraum, der eine Arbeit am Zukünftigen möglich macht. Aus der Analyse der Entwürfe und Visionen der Studierenden entwickelte sich die Ausstellung «SPIELSTÄDTE! 100+ Optionen für Thüringens Zukunft». In ihr werden zentrale Themen der Stadtentwicklung neu verhandelt, wobei interdisziplinäre Entwurfsgruppen Visionen und Möglichkeitsräume produzierten und ihren Inhalt als Konzentrationspunkte auf 9 Spielbahnen demonstrieren.

ME – YOU – EU

Hochschule Düsseldorf, Februar 2018
Begleitet von Prof. Stefan Korschildgen und Prof. Philipp Teufel
Beteiligte Studierende: Mia Basile, Leonard Bauer, Saskia Ehrnsperger, Hannah Horwat, Jennifer Loehr, Tina Nitzsche, Lina Saller, Kathrin Ulanicki, Carolin Wilczynski und Friederike Wöhrmann

Europa hat es derzeit nicht leicht – die Medien zeichnen ein düsteres Bild und viele politische Entscheidungen tragen nicht immer dazu bei, die EU beliebter zu machen. Angesichts der steigenden Zahlen europafeindlicher Rechtspopulisten, des Brexits und autokratischer Politiker scheint die Liste mit Punkten, die zu Skepsis gegenüber Europa führen, lange fortgesetzt werden zu können.
 
Doch auf der anderen Seite steht eine Gruppe von Studierenden aus dem interdisziplinären Master-Studiengang Exhibition Design, die glücklich sind, in ein Europa hineingeboren worden zu sein, in dem es seit Jahren keine Kriege gab, in dem man ohne Grenzkontrollen in andere Länder reisen kann – und auch Studienaufenthalte durch Programme wie etwa ERASMUS (das kürzlich sein 30-jähriges Bestehen feierte) ohne bürokratische Hürden möglich sind. 

Die Studierenden haben sich mit jeweils einem der „Pfeiler“, die Europa ausmachen – zum Beispiel Kultur, Bildung oder Wirtschaft – beschäftigt und zeigen Flagge für Europa. Gemeinsam mit internationalen Freunden als Diskurspartnern haben sie auf Ständern aufgestellte Boxen entworfen, die auf den Außenseiten kurze Slogans wie Demonstrationsparolen zeigen. Im Inneren der Boxen finden sich dann Texte, die die zunächst provokanten Thesen auf eine fundiert recherchierte und inhaltlich substanzielle Weise mit Hintergrundinformationen füllen.           

Neun junge Europäer/innen denken somit mit ihren neun Positionen Europa positiv nach vorne und beleuchten den Gesellschaftsverbund auf unterschiedliche Art und Weisen.

Aktion Berger Allee – Ein bürgerliches Trauerspiel

Stadtmuseum Düsseldorf, 2017
Begleitet von Gabi Schillig und Christian Jendreiko
Master-Thesis von Miriam Hausner

März 1973: Gerüchte werden laut, die Mannesmannröhren-Werke AG plane an der Berger Allee den Abriss einiger Jugendstilhäuser, um an deren Stelle ein modernes Verwaltungsgebäude zu errichten. Unter dem Namen ‹Rettet unsere Stadt jetzt – Aktion Berger Allee› formiert sich eine der ersten Düsseldorfer Bürgerinitiativen, um für den Erhalt des Jugendstilensembles und gegen den Verlust von Wohnraum zu kämpfen. Nach jahrelangem Ringen endet ‹Das Trauerspiel um Mannesmann› – so ein zeitgenössischer Kommentar – im November 1979 mit dem Abriss von fünf historischen Gebäuden.
Das Stadtmuseum Düsseldorf nimmt dieses wichtige Kapitel der jüngeren Stadtgeschichte, das den Besucher mit wesentlichen gesellschaftlichen Fragen konfrontiert, die auch heute, fast 40 Jahre nach Abbruch der Häuser, nichts an Aktualität eingebüßt haben, umfassend in den Blick. Entsprechend dem Verlauf der Ereignisse und der emotionsgeladenen Sprache in der damaligen Auseinandersetzung ist die Präsentation in Anlehnung an das klassische Drama in fünf Akte gegliedert.

Das Leuchten der Pflanzen

Botanischer Garten der HHU Düsseldorf, 2017
Begleitet durch Prof. Harry Vetter und Dipl.-Des. Tobias Jochinke
Master-Thesis von Anne Bühler, Katja Müller und Bryan Mischling

Pflanzen leuchten. Immer dann, wenn lebendige Pflanzen von Licht beschienen werden, strahlen sie ein schwaches rotes Leuchten ab. Diese Chlorophyll­fluoreszenz ist ein Phänomen, das während der Photosynthese auftritt und Pflanzenforschern direkte Einblicke in die Biochemie der Pflanzen ermöglicht. Dieses spannende Signal kann man nicht nur im Labor, sondern mit passenden Methoden auch unter freiem Himmel und sogar vom Flugzeug oder Satelliten aus messen.

 

Studierende des Studiengangs Exhibition Design und das edi–Exhibition Design Institute der Hochschule Düsseldorf entwickelten die Ausstellung unter wissenschaftlicher Leitung des Forschungszentrums Jülich, Institut für Pflanzenwissenschaften (IBG-2).


Die Ausstellung im Botanischen Garten der HHU gewährt dem Besucher spannende neue Sichtweisen auf lebende Pflanzen und macht das geheimnisvolle Leuchten mit bloßem Auge sichtbar. Über mehrere Stationen durchwandert der Besucher das Gewächshaus und erlebt, was Pflanzen für die Menschheit bedeuten und wie die Fluoreszenz, ausgesandt von winzigen Chloroplasten, Informationen über den Zustand der Vegetation ganzer Landschaften geben kann.

entweder oder. sowohl als auch. dazwischen

NRW Forum Düsseldorf, Düsseldorf 2017
Freies Projekt von Vanessa Kiefert und Eric Fritsch
Workshop mit Saskia Ehrnsperger, Tina Nitzsche, Lina Saller, Carolin Wilczynski und Friederike Wöhrmann

Das Symposium «entweder oder. sowohl als auch. dazwischen. – thesen zum neuen ausstellen.» erlaubte einen Blick hinter die Kulissen der aktuellen Ausstellungsszene. Mit Beiträgen von Kuratoren, Architekten, Gestaltern und Wissenschaftlern lud das edi—Exhibition Design Institute der Hochschule Düsseldorf zusammen mit dem NRW Forum zur Diskussion über den Status quo des Ausstellens ein.

 

Begleitend zum Event wurde im Rahmen eines Workshops am edi—Exhibition Design Institute eine zwei- und dreidimensionale Rahmengestaltung entwickelt. Gemeinsam wurden die wichtigsten Aspekte des Ausstellungsmachens zusammengetragen und mit Hilfe der titelgebenden und ebenso wohlklingenden Konjunktionen ‹entweder oder›, ‹sowohl als auch› und ‹dazwischen› Thesen erarbeitet, mit denen die Besucher des Symposiums, hauptsächlich Fachpublikum, konfrontiert und zur Selbstreflexion animiert werden sollten. Die räumlichen Installationen waren bewusst assoziativ und künstlerisch geartet und boten gleichermaßen Raum für Interpretation und Spekulation. Zum Einsatz kamen vor allem Readymades, die durch ungewöhnliche Kombinationen und im Kontrast zu den großflächig projizierten (Anti-)Thesen ihre Wirkung entfalten konnten.

Exhibition Design Reader

Hochschule Düsseldorf, 2017
Begleitet von Prof. Uwe J. Reinhardt und Prof. Phlipp Teufel
Freies Projekt von Vanessa Kiefert und Eric Fritsch

Der Exhibition Design Reader fasst die wichtigsten Texte und Publikationen zum Thema Ausstellung in einem Kompendium zusammen. Die Bandbreite reicht von klassischer Ausstellungstheorie, über Handbüchern zu Museologie und Kunstvermittlung sowie Praxisleitfäden für Gestalter bis hin zu Sammelwerken der aktuell besten Ausstellungen weltweit. Der Reader zeigt die 141 wichtigsten Titel sortiert nach Titeln, Covern, Klappentexten und Verlagsangaben.

 

Das Ausstellungsmachen ist ein noch verhältnismäßig junges Medium. Die gesteigerte Nachfrage nach theoretischer Auseinandersetzung setzte erst zögerlich mit dem Museumsboom in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts ein. Der Beruf des Ausstellungsgestalters ist erst einige wenige Jahre etabliert und auch dazugehörige, berufsvorbereitende Studiengänge sind in ihrer Zahl bisher überschaubar. Erste belegbare soziologische und philosophische Erkenntnisse im Hinblick auf Wahrnehmung, Ästhetik und Ethik, Raum und Kommunikation gehen hingegen bis weit in die Antike zurück. Der Reader soll ein Standardwerk für Architekten, Designer, Wissenschaftler, Kuratoren und Soziologen darstellen.

Fahrradgerechte Stadt

Stadtmuseum Düsseldorf, 2017
Freies Projekt von Mia Boysen, Saskia Ehrnsperger, Jennifer Löhr, Lina Saller, Kathrin Ulanicki, Carolin Wilczynski und Friederike Wöhrmann

Anlässlich des Grand Départ der Tour de France und des 200. Geburtstags des Fahrrads wurde die Sonderausstellung "Fahrradgerechte Stadt" im Stadtmuseum Düsseldorf konzipiert.

50 ausgewählte Exponate aus Deutschlands größter Privatsammlung historischer Fahrräder des Sammlers Harry Schönrock wurden in den Räumlichkeiten der Dauerausstellung in Szene gesetzt.

Ausgestellt wurden Exponate wie das erste Laufrad von Karl von Drais, Dokumente der städtischen Verkehrsplanung in Form von Plänen, Fotos und Videos, sowie historische Tour de France Plakate.

Ein besonderes Highlight war die Entwicklung des Fahrrads in direktem Kontext zur Stadtgeschichte Düsseldorf – etwa die Gegenüberstellung einer autogerechten Stadt der 1950er Jahre gegenüber der Radnutzung.

Der BDA loste einen Preis für die herausragendsten Entwürfe der Studierenden der PBSA zur Thematik der fahrradgerechten Stadt aus.

Communication Playground

ORGATEC Koelnmesse, 25.10. - 29.10.2016
Begleitet von Prof. Bernhard Franken und Prof. Laurent Lacour
Freies Projekt von Miriam Hausner, Martina Mateva, Anne-Cathrine Mosbach und Felix Obermaier

Der Communication Playground abstrahiert extreme Raumstrukturen und vereint sie in einem neuen architektonischen Element. Die Micro-Architektur ist ein Raum für Kommunikation und geht so auf einen wichtigen Anspruch moderner Arbeitsräume ein.

Pflanzenformen

Hochschule Düsseldorf, 2016
Begleitet von
 Prof. Gabi Schillig und Prof. Philipp Teufel
Master-Thesis von Clara Braun

Es ist faszinierend, welche Formen und Strukturen bei Pflanzen, in einem anderen Licht oder durch einen veränderten Blickwinkel, zu sehen sind. Beeindruckend viele übersehene Details lassen sich extrahiert, in Einzelteile zerlegt oder in den Fokus gerückt, erkennen.

 

Unter Anwendung verschiedener Darstellungstechniken habe ich ästhetische Pflanzenphänomene, insbesondere Formen und Strukturen, intensiver herausgearbeitet. Eine experimentelle Herangehensweise war hierbei für mich zielführend. Darüber hinaus habe ich mich durch eine Recherche mit dem Thema Naturformen und allgemeine Formenfaszination befasst. Die inhaltliche Untersuchung hat mir bewusst gemacht, wie global eine Begeisterung für harmonische Formen ist und nicht nur persönlichem Interesse entspringt. Für mich stand deshalb fest, die zum Vorschein gebrachten Pflanzenformen und -strukturen als Ausstellung zu zeigen. Meine Absicht war, Andere für die Vielzahl an übersehenen ästhetischen Strukturen und Formen bei Pflanzen zu sensibilisieren und deren Interesse zu wecken. Mein Entwurf ist die Gestaltung einer sowohl sinnlich-, vor allem aber, experimentell erfahrbaren Ausstellung, in der übersehene Pflanzenformen und -strukturen wiederentdeckt werden können.

Sinnliche Werkzeuge

2017
Begleitet durch Prof. Gabi Schillig und Prof. Uwe Reinhardt
Master-Thesis von Katrin Rutschmann

Auf der Suche nach den Ursprüngen des Ausstellens entsteht eine Auseinandersetzung mit weltlichen Ritualen als frühe Medien der Wissensvermittlung, welche besonders durch performative und körperliche Erfahrungen gekennzeichnet sind.

Inspiriert von den materiellen Inszenierungen dieser Rituale, ihrer Erfahrbarkeit, Bedeutung und Gestaltung, entstehen neu zitierte Ritualobjekte, die uns helfen den zunehmend undurchsichtigen Alltag greifbarer zu gestalten – sinnliche Werkzeuge.
Auf den ersten Blick irritierend und aufmerksamkeitserregend stellen die Ritualobjekte kurze Unterbrechungen in unserem gewohnten Tagesablauf dar. Sie regen zur sinnlichen Interaktion an, lassen uns in Kommunikation mit unserer Umwelt und uns selbst treten und ermöglichen es eigene Rituale zu entwerfen.

Im Mittelpunkt steht die Materialität. Die Objekte wollen angefasst werden. Textile Schmuckobjekte, welchen in der Menschheitsgeschichte durchweg eine rituelle Bedeutung zukommt, werden neu kontextualisiert. Die Serie entstand in Zusammenarbeit mit der Firma Borrmann Posamente, einer der letzten Posamenten-Manufakturen in Deutschland. In der Benutzung der Ritualobjekte entstehen performative Handlungsmuster, sich wiederholende Bewegungen und Berührungen – Gesten, die entweder intuitiv oder absichtlich geschehen.

Durch unsere Interaktion und Formung transportieren die Objekte einerseits unsere Gefühle, Wahrnehmungen und Ausrichtungen in den Raum, andererseits wirken sie auf uns zurück und beeinflussen unser Handeln. Dieser kommunikative Kontext bewegt sich zwischen Sichtbarmachung, Struktur, Intuition, Erinnerung, Raumaneignung, Konzentration und Unerwartetem.

Verwobene Geschichte*n

Hochschule Düsseldorf 2017
Begleitet durch Prof. Uwe J. Reinhardt und Prof. Stefan Korschildgen
Master-Thesis von Felix Riedel

Verwobene Geschichte*n erinnern uns daran, dass eine tolerante interkulturelle Gesellschaft keine Selbstverständlichkeit ist. Sie stellt Fragen über unsere eigene Identität und den Umgang mit marginalisierten gesellschaftlichen Gruppen. Diese Geschichten finden bislang wenig Beachtung. Und doch sind sie wichtig, um die Komplexität und Vielschichtigkeit von Geschichte und damit auch jene unserer Gegenwart besser zu verstehen. Doch wie können Geschichten erzählt werden, die vergessen oder verdrängt wurden? Können die Verwobene Geschichte*n in ihrer Komplexität eine räumliche Konfiguration finden? Oder geht es viel mehr darum einzelne Aspekte, Geschichten und Erzählstränge offen zu legen und miteinander zu verknüpfen?

Raum für Erinnerung

Hochschule Düsseldorf, Düsseldorf 2016
Begleitet von Prof. Uwe J. Reinhardt, Prof. Wilfried Korfmacher und Dr. Joachim Schröder
Freies Projekt von Eric Fritsch
Umsetzung in Kooperation mit Vanessa Kiefert

Die Hochschule Düsseldorf bezieht mit einem neu erbauten Campus-Komplex das Areal eines ehemaligen städtischen Schlacht- und Viehhof und zugleich einen temporären Ort des Schreckens in der Zeit des Nationalsozialismus. Als Zeichen der Verantwortung gegenüber der Geschichte dieses locus terribilis wird mit behutsamen Maßnahmen aus einer denkmalgeschützten Markthalle für Großvieh eine Gedenkstätte zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus – ein Denk- und Rückzugsort inmitten des Studienalltags. In Gedenken an die vom Schlachthof deportierten jüdischen Frauen, Männer und Kinder stehen individuelle Geschichten und Schicksale von Opfern und Tätern, von Zuschauern und Profiteuren im Fokus des Erinnerungsortes, während das historische Gebäude selbst das größte Exponat darstellt.

 

Im Außenbereich zeigt ein hinterleuchteter Pult auf über neun Metern die geschichtliche Entwicklung des Ortes vor und nach 1945. Im Innenbereich trennt ein Gitterrost die Ausstellungsfläche in zwei Ebenen. Durch die großzügigen Glasflächen wird der Ausstellungsbereich zum Schaukasten und weckt durch eine plakative Bespielung von 144 Wechselrahmen Neugier und soll zur Auseinandersetzung anregen. Die untere Ebene fungiert hingegen als fest installierter Bereich zur Vertiefung der Inhalte mit Zugriff auf eine digitale Datenbank. Die Ausführung der Ausstellungsmöbel ist ist der Thematik entsprechend zurückhaltend, erzeugt jedoch durch eine technisch-futuristische Anmutung des Materials und der Formgebung ein Spannungsfeld zwischen dem historischem Gebäude und der Moderne. Alle eingesetzten Medien sind modular bespielbar und schaffen durch wechselnde Inhalte einen lebendigen Ort der Erinnerung. Ergänzend werden regelmäßig Lesungen, Vorträge und Workshops organisiert.

 

Das Projekt wurde im Rahmen des Bayerischen Staatspreises im BWM Museum München ausgestellt.

Vorstadt Ausstellen

Westfälischer Kunstverein, Münster, 2016
Prof. Stefan Korschildgen und Prof. Uwe J. Reinhardt
Beteiligte Studierende: Lara Bechauf, Anne Bühler, Elena Ellerbrok, Pia Laureen Emde, Eric Fritsch, Annalena Gunkel, Miriam Hausner, Vanessa Kiefert, Nora Kreuels, Eunsol Lee, Jana Manfroid, Martina Mateva, Bryan Mischling, Anne-Cathrine Mosbach, Katja Müller, Vineetha Panalickal, Jana Rohrsen, Wei Xu und Yongqi Zhang

Für das Leben in der Vorstadt ist die Mobilität von großer Bedeutung. Hierbei zählt vor allem das Auto zu einem der wichtigsten Fortbewegungsmittel, um vom Eigenheim in die Stadt zu gelangen. Die Beziehung des Besitzer zu seinem Fahrzeug findet dabei in vielerlei Form Ausdruck und reicht von völliger Gleichgültigkeit bis hin zum kuriosen Fetisch.

 

Mit dem Besitz eines oder mehrerer Fortbewegungsmittel geht gleichzeitig die Frage nach einem geeigneten Stellplatz einher – meist in unmittelbarer Nähe zum Eigenheim. Eine bevorzugte Unterbringung ist die Garage oder das Carport. Diese sind Konstruktion, Schutz, Ausdruck von Gestaltung und Lebensstil, sind Innen- wie Außenraum und von baurechtlicher Relevanz.

 

Die Ausstellung «Vorstadt Ausstellen – Automobile Wohn(t)räume: Carports in Suburbia» präsentierte Ergebnisse eines interdisziplinären Projektes von Studierenden des Exhibition Design Institutes der Hochschule Düsseldorf und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Werkkonferenz 2015

Hochschule Düsseldorf, 2015
Begleitet von: Prof. Stephan Korschildgen & Prof. Uwe J. Reinhardt
Beteiligte Studierende: Sonja Bonczek, Soeren Borgeest, Clara Braun, Carina Buhlert, Joan Louise Canda, Ilona Jablonski, Cecile Leufgen, Vineetha Panalickal, Anastasia Papadopoulou, Wei Peng, Felix Riedel, Kathrin Rutschmann, Ümmü Ünal & Afsane Yalpaniyan
Zum dritten Mal organisierte edi – das Exhibition Design Institute der Hochschule Düsseldorf – die Werkkonferenz. Nach der ersten Konferenz mit dem Thema „Exhibition Design“ und der zweiten mit dem Thema „Grenzgänge“ drehte sich diesmal alles um das Thema „Neue Werkzeuge“. Unter der Leitung von Prof. Stefan Korschildgen entstand gemeinsam mit Studierenden des Master Exhibition Design Studios B erneut eine dreitägige internationale Konferenz, während der vom 29. bis zum 31. Oktober 2015 mit internationalen Gästen und Alumni der Fachbereiche Design und Architektur auf “Neue Werkzeuge” in der Gestaltung der Wirklichkeit geblickt wurde.

Rund um das Japanhaus sowie in den Werkstätten der Fachbereiche Architektur und Design entstand so ein spannendes Experimentierfeld mit Vorträgen, Workshops und Ausstellungen verschiedenster Disziplinen. Dank der über 300 Gäste wurde die Werkkonferenz zur Austausch- und Besucherplattform für Design- und Architekturstudierende, Alumni, Dozenten und Professoren verschiedenster Hochschulen und internationale Designer und Architekten.

Werkkonferenz 2015

you get back exactly what you put in

Hochschule Düsseldorf, 2016
Begleitet von Prof. Barbara Holzer & Prof. Philipp Teufel
Master-Thesis von Franziska Clauberg

Die Ausstellung „you get back exactly what you put in“ soll die Haltung und das Gefühl vermitteln, welches das Fixed Gear Fahren besonders macht. Es werden sechs Fixed Gear Fahrer/Innen gezeigt, die über ihre Motivation erzählen, das besondere Fahrgefühl beschreiben, über Erfahrungen und von möglichen Lektionen berichten, die das Fahren für das Leben mit sich bringt. Sie reden über Ängste und Verletzungen. Sie beschreiben die Szene und den Charakter ihrer Traumstadt.

 

Sortiert nach Inhalten, wird das Material in der Ausstellung zu einer filmischen Collage. Der Rezipient befindet sich inmitten einer Installation aus filmischen Interviews im Wechsel mit ergänzenden, illustrativen Inhalten. Der ununterbrochene Rhythmus des Starrgang Fahrens wird dramaturgisch in die Ausstellung übersetzt. Die Form eines Kreises lässt zunächst keinen Anfang und kein Ende zu. Insgesamt sechs Projektionen teils heterogener Flächen ergeben ein horizontales Band im Raum, die Ausstellungsobjektesind gleichzeitig die Inhaltsträger. Der Besucher entscheidet, ob er zunächst die textliche Einführung liest, sich einen der Filme anschauen möchte oder eine Fotografie, welche die Fahrradteile des Antriebs zeigt. Da alle Filme ähnlich einer arrangierten „Performance“ im Loop laufen, hat er alternativ die Möglichkeit, den Stimmen zu folgen. Hört eine Filmsequenz auf, beginnt die nächste an einer anderen Position.

1UP – das Live Magazin für Ideen

NRW-Forum Düsseldorf, 2015
Begleitet vom edi – Exhibition Design Institute
Beteiligte Studierende:
1UP#2: Louisa Georg & Sadrick Schmidt
1UP#3: Andre van Rüth & Franziska Virgill
1UP#4: Matthias Hohmann & Kathrin Rutschmann
1UP#5: Eric Fritsch & Leonidas Grecos
1UP#6: Ilona Jablonski & Cecile Leufgen
1UP#7: Robin Hartschen & Anatasia Papadopoulou
1UP#8: Sören Borgeest & Felix Riedel
1UP#9: Carina Buhlert & Joan Canda

Von April bis Dezember 2015 fand in Kooperation mit dem NRW-Forum Düsseldorf die monatliche Veranstaltungsreihe 1UP – das Live-Magazin für Ideen statt. Angelehnt an das Pecha Kucha Format wurde Autoren, Künstlern und Kreativen eine Plattform für Präsentation, Performance oder Lesung zu Themen aus Technologie, Digitalkultur, Kunst, Wissenschaft, Business und Design geboten. Jede der neun Ausgaben wurde von Studierenden des Masters Exhibition Design sowohl in Print- und Online-Medien gestaltet als auch räumlich inszeniert. Zudem trug das Exhibition Design Institute mit ausgewählten Beiträgen zur inhaltlichen Gestaltung des Formats bei.

dancing on a tightrope

sieraad Art Fair, Westergasfabriek, Amsterdam 2015
Freies Projekt von Vanessa Kiefert, Martina Mateva und Eric Fritsch

In Anlehnung an Walter Gropius berühmtes Zitat «Gestalten heißt: in Fesseln tanzen» rückt der Messeauftritt ‹dancing on a tightrope› junges Schmuck- und Produktdesign aus Düsseldorf in den Fokus – neue Gestaltung auf dem schmalen Grat zwischen Kreativität und Kommerz. Ganz im Sinne von Lehre und Forschung am Fachbereich Design der Hochschule Düsseldorf, Applied Art and Design, werden die Grundelemente Form, Farbe, Materialität und Abstraktion auf alle zwei- und dreidimensionalen Medien gestalterisch übersetzt.

 

Dem rauen, industriellen Charme der alten Westergasfabriek in Amsterdam wird bewusst eine reduzierte Rauminszenierung mit starken Licht- und Schatten Kontrasten, klaren Linien und grauen, fast schon wie Beton wirkende, matte Oberflächen gegenüber gesetzt. Die kupferfarbende Lineatur überzieht die gesamte Wandfläche und wird durch die Tischgestelle in der horizontalen Ebene wieder aufgegriffen. Die Gestelle in drei verschiedenen Höhen und Tiefen ermöglichen durch effizientes ineinander verschachteln einen platzsparenden Transport. Ergänzend zur räumlichen Gestaltung entstand ein Katalog, zu dessen Bebilderung eigens für die Messe eine komplette Fotostrecke in dezentem Schwarz/Weiß abgelichtet wurde. Die farblose Bildwelt wird durch großzügige Typografie in der Sonderfarbe Kupfer kontrastiert.

Das 6 Stunden Museum

PIKSL Labor Düsseldorf, 2015
Begleitet von:: Prof. Philipp Teufel & Christian Jendreiko
Master-Thesis von Benedikt Grischka
„Das 6-Stunden-Museum ist eine temporäre Ausstellungsreihe in Düsseldorf, die an wechselnden Orten der Stadt für den Zeitraum eines Abends stattfindet.

Im Fokus eines jeden Abends steht ein vorgegebenes Thema. Dabei greift das 6-Stunden-Museum jedoch nicht auf eine eigene Sammlung von Objekten zurück, sondern lädt alle Interessierte dazu ein, sich mit einem themenbezogenen Exponat an der Ausstellung zu beteiligen. Das 6-Stunden-Museum ist ein Experiment, das versucht neue Wege des Austausches zwischen Ausstellenden/Teilnehmern und Besuchern zu beschreiten.

Die Pilotausstellung fand am 19.6.2015 unter dem Titel „Teilhabe/Partizipation“ im PIKSL-Labor Düsseldorf statt. Teilhabe ist hier bspw. als soziales Engagement in einem Ehrenamt aber auch genereller zu verstehen. Teilhabe im Kontext von Gesellschaft, Kultur, Sozialem, Politik, Medien oder Kunst.“

Die Sprache der Dinge

Hochschule Düsseldorf, SS 2015
Betreuende Professoren/Dozenten: Prof. Harry Vetter & Dipl.-Designer Dominik Mycielski
Master-Thesis von Alina Lang & Nicole Marquardt

Im Fokus der Ausstellung „Die Sprache der Dinge – Vom Immateriellen im Objekt“ steht die Wertentstehung von Dingen in Bezug auf die Beziehung zwischen Mensch und Objekt. Sie erläutert dem Besucher auf interaktive Weise, warum bestimmte Gegenstände zu Lieblingsgegenständen werden.


Der Besucher wandelt zunächst durch eine reine Dingwelt. Auf den zweiten Blick erkennt er eine Sortierung: Dinge, die weiter vorne hängen scheinen hochpreisiger zu sein. Solche, die weiter unten hängen, gehören vermutlich Kindern. Auf den Raumwänden entdeckt er handgeschriebene Zitate. Nähert er sich diesen, löst er eine Projektion aus. Eine Person kommt auf ihn zugelaufen und berichtet von ihrem Lieblingsgegenstand. Im Laufe der Erzählung wird der Gegenstand durch ein Licht fokussiert und hebt sich dadurch von den weiteren Objekten ab. Die inhaltliche Bedeutung des Gegenstandes wird damit auch optisch verdeutlicht.

Eat on the Street

Galerie W57 Düsseldorf, 2015
Betreuende Professoren: Barbara Holzer & Christian Jendreiko
Master-Thesis von Leonie Beck

"Essen ist ein Kommunikationsmittel, das sich über Gehälter, Alter und Geschlechter hinweg setzt. Vor allem, wenn sich die Abfolge aus Vor- und Zubereitung und Essensaufnahme auf die Straße verlagert und jeder daran teilhaben kann. Hier sind wir, ohne eine andere Kontextualisierung des Individuums, alle gleich.Immer sind die Aufbauten auf den persönlichen Aktionsraum der Betreiber angepasst. Körperlich bedingte Abläufe und Gewohnheiten spielen in der Form des Verkaufsstandes ebenso eine Rolle, wie die Abläufe des Kochvorgangs und der Warenpräsentation.

 

Die Ausstellung befasst sich mit der Formsprache der mobilen Essensstände und bricht deren optische Vielfalt auf eine universelle Urform herunter.Das Ausstellungslogo und der Einführungstext, beide handgemalt, begrüßen die Besucher. Die Themen „Hintergrund“, „Zukunft“ und „Urform“ führen im Uhrzeigersinn durch die Ausstellung. Diese Hintergrundinformationen sind auf A5 Blöcken angebracht, so dass die Besucher sich in individuellem Tempo tiefer mit dem Thema befassen können.

 

Die einzelnen freigestellten und explosionsartig abgebildeten Stände sind nach den Kriterien Einnahme des Raumes, visuelle Attraktoren und Komplexität des Gebauten sortiert und aufgehängt. Die Schauplätze der Stände sowie Herkunftsland und Fotograf befinden sich auf den Rückseiten der raumteilenden Säulen. Alle fotografischen Ausstellungsstücke sind an die Wände tapeziert. Die unterschiedlichen Anbringungen der Elemente unterstreichen den improvisierten Charakter der Street Food Stände. Die zwei Leuchtinstallationen in der Mitte jeden Raumes symbolisieren, in Anspielung auf die Ideenlehre Platons, das Urbild aller Verkaufsstände. Sie erleuchten als einzige Lichtquelle die Ausstellung."

Ethno Cinéma Vérité

Galerie W57 Düsseldorf, 2015
Begleitet von Prof. Uwe Reinhardt, Christian Jendreiko & Guido Mamczur
Master-Thesis von Johannes Buch

Die Ausstellung Ethno Cinéma Vérité — Hidden Music Rituals zeigt einen Teil des dokumentarischen Filmarchivs vom Französischen Filmemacher Vincent Moon. Aufgemacht als eine Retrospektive über die letzten fünf Jahre seiner Arbeit, wird diese in zwei Räumen auf Rückwandprojektonsflächen sichtbar sowie hörbar gemacht und über den Zeitraum der Austellungsperiode werden programmatisch Einblicke in unterschiedliche Musik und Geseänge von diversen Kontinenten und Kulturen gezeigt. Die Besucher der Ausstellung bekommen so die Möglichkeit in das Werk von Vincent Moon einzutauchen und können sich bei Interesse auf verschiedenen Textebenen in die Herangehensweise und Einstellung des Filmemachers vertiefen.

Makeover Museum

Hochschule Düsseldorf, 2015
Begleitet von Prof. Philipp Teufel & Prof. Uwe J. Reinhardt
Master-Thesis von Laura Menges

Was vor Jahren Museumsbesucher lockte und fesselte, scheint heute ins Leere zu greifen. Die meisten Museen sind mit ihrem Angebot und ihrer Ansprachestrategie auf eine veraltete Zielgruppe eingestellt. Es ist an der Zeit für eine offensive ‚neue museale Selbstinszenierung‘.

 

Die Box ‚Makeover Museum‘ ist eine einzigartige Ideensammlung und ein innovatives Arbeitstool, welches jedem Kulturschaffenden ermöglicht, sein Museum wieder neu und erfolgreich in der Gesellschaft zu positionieren. Die Erstausgabe umfasst eine Ideensammlung von 43 Ideen. Diese neuartigen Denkanstöße und Strategievorschläge wurden nach grundlegender Problemanalyse entwickelt, sodass sie gezielt auf die aktuellen Missstände reagieren.

 

‚Makeover Museum‘ – Kultur-Revolution!

Maya Writing System

Hochschule Düsseldorf, 2015
Begleitet von Prof. Uwe J. Reinhardt & Prof. Phillip Teufel
Master-Thesis von Tania Rebollar

Maya Writing System

 

An Exhibition about the Maya Writing System.

13 Objekte der Liebe

Fachhochschule Düsseldorf, 2015
Begleitet durch: Prof. Uwe J. Reinhardt & Prof. Harry Vetter
Beteiligte Studierende: Sonja Bonczek, Sören Borgest, Clara Braun, carina Buhlert, Joan Canda, Louisa Georg, Matthias Hohmann, Ilona Jablonski, Cecile Leufgen, Nora Maarouf, Vineetha Panalickal, Anastasia Papadopoulou, Felix Riedel, Kathrin Rutschmann, Sadrick Schmidt, Ümmü Ünal, Wei Peng, Afsane Z. Yalpaniyan
Diese Studioaufgabe beschäftigt sich mit dem Thema „Liebe“. Aufgabe war es, sich mit Objekten und der Dingbedeutsamkeit derer zu beschäftigen, Liebe unter kulturgeschichtlichen Aspekten zu untersuchen und 13 repräsentative Objekte, welche für die Liebe stehen, zu finden.

GeSoLei Reloaded

Galerie hier/und/da Düsseldorf, 22.01. – 28.01.2015
Begleitet von: Prof. Philipp Teufel & Prof. Barbara Holzer
Beteiligte Studierende: Bahar Altinsoy, Leonie Beck, Lisa Beyer, Johannes Buch, Franziska Clauberg, Louisa Georg, Benedikt Grischka, Jessica Hatton, Alina Lang, Nicole Marquardt, Laura Menges, Katja Rausch, Tania Rebollar, Sadrick Schmidt & Kateryna Timokhina
Infolge der zunehmenden Industrialisierung wuchs die Bevölkerung und soziale Probleme entstanden. Ausstellungen ermöglichten u.a., diesen zu begegnen: Die "GeSoLei" (08.05.1926-15.10.1926) griff medizinische, soziale und hygienische Probleme auf und zeigte den rund 7,5 Millionen Besuchern moderne, fortschrittliche Lösungen.

Die Düsseldorfer 'GeSoLei' von 1926 war eine der größten Ausstellungen der Weimarer Republik. Der Titel der Expo 'GeSoLei' steht für Gesundheit, Soziale Fürsorge und Leibesübungen. Mit politischer und ökonomischer Zielsetzung propagierte sie die Erziehung zu einem 'neuen leistungsfähigen' Menschen. Die Dimension der Schau war die von internationaler Weltausstellungen. Neu war auch die Verbindung von Kunst, Wissenschaft und Sport, um plakativ und äußerst werbewirksam das Bild von leistungsfähiger Körperlichkeit vorzuführen.

Der Körperkult von heute - damals angedacht? Die Ausstellung von 1926 hat immer noch hochaktuelle Bezüge. Denkt man an 'Körperkult', 'Leistungssport', 'Body-Building','Body Extensions', 'Virtual Body' oder auch an das Interesse der Medien am Körper, so zeigen sich unmittelbare Verbindungen aktueller Zeiterscheinungen zur frühen Einheit von Körper und Leistung auf der 'GeSoLei'.

Mit der Ausstellung „Körperkult – GeSoLei RELOADED“ unternimmt das Master Exhibition Design Studio C einen eigenen Rückblick auf die Inhalte und Konzepte dieser wichtigen Ausstellung und stellt die Frage nach der Zukunft des Körperkults.

#whofoo

Mannheim, 2014
Begleitet von Prof. Phillip Teufel und Prof. Herman Verkerk
Master-Thesis von Benjamin Nast & Thomas Quack

Was wäre, wären wir nicht allein? Das Theater der Welt bringt Schauspiel aus unterschiedlichsten geografischen, politischen und sozialen Winkeln der Welt nach Mannheim, um gemeinsam die Stadt neu zu erfinden. Aber was wäre, wenn jemand käme, mit dem wir bisher nicht gerechnet haben? Als guter Gastgeber möchten wir, dass die Besucher sich wie zu Hause fühlen.

 

Die jahrzehntelange Recherche und Archivierung von UFO-Sichtungen und -Abstürzen durch den Mannheimer Ufologen Werner Walter vom „Centrales Erforschungsnetz Außergewöhnlicher Himmelsphänomene“ haben es uns ermöglicht, die Trümmer von fehlgeschlagenen Landungen zusammenzutragen, um daraus eine außerirdische Heimat zu reproduzieren – ein interstellares Hotelzimmer. Wir nennen es das #whoofo. Und sollte der unerwartete Besuch wie erwartet ausbleiben, ermöglicht der fremde Raum uns menschlichen Besuchern einen Perspektivwechsel auf den eigenen Planeten.

 

Organisiert werden die gebrauchten Materialen von ortsansässigen Schrottplätzen & Holzwerkstätten. Auf Grund der Ähnlichkeit mit Kornkreisen stellt der Friedrichsplatz für uns die perfekte Landebahn dar. Dies lässt die Nacht im Hotel #whoofo mit sternenklarem Kuppelblick zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

Ausstellungskultur

Fachhochschule Düsseldorf, SS 2014
Begleitet von Prof. Uwe J. Reinhardt & Prof. Philipp Teufel
Master-Thesis von Svenja Brüggemann & Nadine Nick

Rückblickend, vorausschauend, analytisch und reflexiv befasst sich die Masterarbeit „Ausstellungskultur“ mit der Disziplin des Ausstellens. Neben den professionsimmanenten Herausforderungen, steht der Rezipient im Fokus. Dabei spannt sich der inhaltliche Bogen von der Ausstellungspraxis und -theorie über unkonventionelle Formate bis hinzu Positionen gegenwärtiger Akteure – angereichert mit Ausführungen zur Kulturgeschichte und der menschlichen Wahrnehmung. Die umfassende Dokumentation bildet die Grundlage für drei neu entwickelte Formate, die unsere Erkenntnisse und unseren Standpunkt vermitteln.

 

1. SHOW us. Das Magazin zum Ausstellen: poetisch, wissenschaftlich und vernetzend.
2. SHOW it. Der Blog: Plattform für aktuelle Ausstellungslandschaft: besprechend, dokumentierend, augenblicklich.
3. SHOW you. Der Fächer: Ausstellung anders begehen, wahrnehmen und besprechen.

 

Ergänzend dazu gab es eine Übertragung der Ergebnisse in eine räumliche Installation.

Paradise Lost Ausstellung

White Box Düsseldorf, 2014
Begleitet von: Prof. Stefan Korschildgen & Prof. Uwe J. Reinhardt
Beteiligte Studierende: Bahar Altinsoy, Leonie Beck. Lisa Beyer, Johannes Buch, Franziska Clauberg, Louisa Georg, Jessica Hatton, Ilona Jablonski, Alina Lang, Cecile Leufgen, Nicole Marquardt, Laura Menges, Katja Rausch, Tania Rebola, Sadrick Schmidt & Kateryna Timokhina
Die als sieben Todsünden bezeichneten Laster Habgier, Zorn, Neid, Völlerei, Wollust, Hochmut und Trägheit beschreiben anthropologische Konstanten, die menschliches Verhalten reflektieren und als Destillat archetypischer Charaktereigenschaften auch eigene Handlungsweisen beschreiben.   Die Ausstellung „Paradise Lost – Die Sieben Todsünden“ zeigt Recherchen, Positionen und persönliche Interpretationen der Studierenden zum Thema der sieben Todsünden und stellt die Frage nach ihrer Relevanz für die heutige Zeit. Darüber hinaus dokumentiert sie den Entstehungsprozess des Theaterstücks „Paradise Lost“.

Paradise Lost Theaterstück

Düsseldorf Rath, 2014
Begleitet von: Prof. Stefan Korschildgen & Prof. Uwe J. Reinhardt
Kooperationsprojekt mit dem Jungen Schauspiel Düsseldorf
Beteiligte Studierende: Bahar Altinsoy, Leonie Beck. Lisa Beyer, Johannes Buch, Franziska Clauberg, Louisa Georg, Jessica Hatton, Ilona Jablonski, Alina Lang, Cecile Leufgen, Nicole Marquardt, Laura Menges, Katja Rausch, Tania Rebola, Sadrick Schmidt & Kateryna Timokhina

Die als sieben Todsünden bezeichneten Laster Habgier, Zorn, Neid, Völlerei, Wollust, Hochmut und Trägheit beschreiben anthropologische Konstanten, die menschliches Verhalten reflektieren und als Destillat archetypischer Charaktereigenschaften auch eigene Handlungsweisen beschreiben. Im Rahmen des Exhibition Design Masterstudios fand in Kooperation mit dem Jungen Schauspielhaus Düsseldorf ein Projekt zum Thema „Die Sieben Todsünden“ statt. 

 

Innerhalb weniger Wochen wurde gemeinsam mit jugendlichen Straftätern und unter künstlerischer Leitung von Bianca Künzel und Alexander Steindorf ein Schauspiel für den öffentlichen Raum erarbeitet, das die Jugendlichen zu einer Auseinandersetzung mit Themen der Gerechtigkeit, Verantwortung und Schuld bewegte.

re.lab

Fachhochschule Düsseldorf, 2014
Begleitet von: Prof. Philipp Teufel & Prof. Rainer Zimmermann
Master-Thesis von Clemens Müller & Sabrina Schwenecke

re.lab ist eine Ausstellungsfläche auf der Euroshop 2014 für den neuen Studiengang Retail Design der Fachhochschule Düsseldorf. Inhaltlich ist die Architektur mit studentischen Arbeiten zum Thema Retail Design, einem Gastronomiebereich, einem Bühnenbereich für verschiedene Vorträge und Awardverleihungen, so wie einen Bereich für Sponsoren und Förderern gefüllt.

 

Das architektonische- und gestalterische Ziel, ist es einen Marktplatz der Kommunikation zu schaffen, der einen temporären und wiederverwertbaren Charakter aufweist. Die wichtigsten Punkte der Konzeption sind Kommunikation, Wandelbarkeit, Modularität so wie die verwendeten Materialien und der visuellen Ästhetik in der Gestaltung der Messearchitektur.

 

Die Module stellen somit die einzelnen Marktstände dar, welche nebeneinander aufgereiht stehen. Die Freiflächen bilden eine Art Gasse zwischen den Marktständen. Ausstellungs- und Präsentationsflächen werden in die Architektur integriert. Die Architektur dient als Bühne und wird gleichzeitig Teil der Inszenierung. Die einzelnen Rahmenmodule bestehen aus jeweils 4 Elementen und werden durch Spanngurte zusammengehalten.

Vlow Award 2014

Jüdisches Viertel Hohenems, 2015
Begleitet von Prof. Uwe J. Reinhardt, Prof. Stefan Korschildgen & Prof. Philipp Teufel
Beteiligte Studierende: Louisa Georg & Sadrick Schmidt
Beim vlow! Award 2014 stehen insgesamt 15 internationale Designteams im Wettbewerb um die Inszenierung fünf öffentlicher Räume im Vorarlberg. Pro Erlebnisraum sind drei Gestalter-Teams eingeladen: Ein Büro, das von außen kommt und das Rheintal bzw. die jeweilige kommunale Aufgabe mit dem Blick von externen Gästen betrachtet. Ein Team aus Vorarlberg, das neben seinen fachlichen Kompetenzen seine vertiefte Innensicht einbringen kann. Sowie ein Studierendenteam einer ausgewählten Hochschule mit besonderer Expertise für Kommunikation & Raum. 

Dabei ist es das erklärte Ziel der Teilnehmer, für je eine der fünf Vorarlberger Städte bzw. Gemeinden ein gelungenes räumliches Kommunikationskonzept zur Orientierung, Vermittlung oder Inszenierung der jeweils charakteristischen urbanen Qualitäten zu erarbeiten. Das Exhibition Design Institute tritt im Wettbewerb um die Stadt Hohenems gegen L2M3 Sascha Lobe und die ARGE aus Kairos, Integral Ruedi Baur & Bernhard Breuer an.

Das Jüdische Viertel in Hohenems gilt weit über die Landesgrenzen hinaus als eines der wenigen so lückenlos erhalten gebliebenen Ensembles mit jüdischer Geschichte. Damit besitzt Hohenems ein bedeutsames Kulturerbe. Alles was schon heute im Erlebnisraum, insbesondere im Jüdischen Viertel geschieht belebt den Bereich. Es ist für einen Gast jedoch nicht erkennbar, ab wann er sich im Viertel befindet. Durch das Projekt Erlebnisraum-Design soll sich das Umfeld in dem Sinne verbessern, dass die Aufenthaltsqualität und die Erlebbarkeit vor allem in Hinblick auf die bedeutsame Historie des Ortes erhöht werden.

Entstanden ist ein Erinnerungs-Parcours für das Jüdische Viertel der Stadt Hohenems, der die bedeutsamsten historischen Gebäude sowohl in ihrer über die Jahrzehnte wechselnden Funktion markiert als auch sehr persönliche Erinnerungen und Erlebnisse der Bewohner archiviert und erzählt.

Werther Freund

Goethe Museum Düsseldorf, 2014
Begleitet vonProf. Barbara Holzer & Prof. Philipp Teufel
Master-Thesis von Carolin Reisensohn & Jana Stenzel

In Zusammenarbeit mit dem Goethe Museum Düsseldorf wurde eine Ausstellung über Goethes stellenweise autobiografischen Briefroman »Die Leiden des jungen Werthers« (1774) entwickelt. Die Ausstellung wurde aus der Perspektive des sich mit dem Protagonisten identifizierenden Lesers aufgebaut. Anhand der Exponate sollen unterschiedliche Zeiten und Räume miteinander in Beziehung gesetzt werden, es ergeben sich Wirklichkeitsbezüge zwischen Wirkung und Bewertung des Romans und der Biografie Goethes.

 

Im Vordergrund steht die optische und auditive Vermittlung der Inhalte, die sich nach einem einem atmosphärischen Einstieg über die „Natur“-Ebene (Sounddusche) in der Vermittlung des Romaninhalts über 6 Schlüsselexponate zeigt. Die Erstausgabe des Romansbildet das  räumliche und inhaltliche Zentrum.

Co:Space

Maastricht, 2013
Begleitet von: Rianne Makkink
Beteiligte Studenten: Louisa Georg, Rebecca Grünwald, Nico Härtlein, Marc Metzler, Tania Rebollar, Sadrick Schmidt, Luis Torres

Ein Wettbewerb des Great Expactations Award „The Nature of Things: Material and Immaterial Developments of Interiors within a Globalized Reality“ von FRAME, Marres – House for Contemporary Culture, und NAiM/Bureau Europa. 

Die Studenten der Fachhochschule Düsseldorf entwickelten auf 200 m2 der leerstehenden ersten Etage des Maastrichter Hauptbahnhofes die szenografische Intervention „Co:Space – a new way of combining work, life, communication and socialization“: ein Parcours, der die strikte räumliche Trennung von Arbeit und (sozialem) Leben hinterfragt bis spielerisch aufbricht. Die Jury verlieh dem Co:Space-Team den zweiten Preis.

Co:Space Work in Progress

Laublichter

Museum der Stiftung Naturschutzgeschichte Königswinter, 2013
Begleitet von Prof. Uwe Reinhardt & Prof. Harry Vetter
Beteiligte Studierende: Nadine Nebel & Niklas Reiners

Im Museum der Stiftung Naturschutzgeschichte soll das Treppenhaus, das die zweistöckige Ausstellung verbindet, gestaltet werden. Ziel ist es, durch eine emotional-atmosphärische Umsetzung dem Besucher einen Moment der Ruhe zu schenken, bevor er sich den weiteren Teil der Ausstellung im zweiten Obergeschoss ansieht.

 

Die Installation simuliert den Lichteinfall der Sonne und somit auch den Schattenwurf des sich bewegenden Laubes auf den Treppenstufen. Diese Inszenierung wird akustisch untermalt durch Wald- und Vogelgeräusche.

Transforming Silence

Tanzhaus NRW Düsseldorf, 2013
Begleitet von Prof. Anja Vormann & Gunnar Friel
Beteiligte Studierende: Clemens Müller, Benjamin Nast, Nadine Nebel, Thomas Quack, Thomas Spallek & Edi Winarni

Die Ausstellung zeigt Arbeiten von Studenten des Fachbereichs Design der Fachhochschule Düsseldorf, die sich mit Sound und Bewegung beschäftigen. Zu sehen sind Videoprojektionen, Objekte und interaktive Anwendungen, in denen Töne, Bilder, Gesten und Bewegungen zerlegt, transformiert und neukombiniert werden. Anja Vormann und Gunnar Friel haben die Ausstellung kuratiert. Die Ausstellungsarchitektur wurde in Anlehnung an die gegebene Kulisse im Tanzhaus NRW entwickelt. Die Sockel und Podeste erinnern an Transportboxen für Technik und sonstiges Equipment.

Weltenerbauer

Fachhochschule Düsseldorf, 2013
Begleitet von Prof. Uwe J. Reinhardt & Prof. Phlipp Teufel
Master-Thesis von Henning Humml

Bei der Bewältigung von komplexen Gestaltungsprojekten bedarf es mehr, als einer rein gestalterischen Fähigkeit. Es gibt viele verschiedene Arten von Gestaltungsaufgaben, jeweils verbunden mit einem individuellen Projektprozess.

 

Dieses Buch ist das Ergebnis einer knapp zweijährigen Forschungsarbeit über den Projektprozess von Gestaltungsaufgaben. Es zeigt meine Erkenntnisse einer Auseinandersetzung mit der ganzheitlichen Betrachtung des Gestaltungsprozesses. Es versucht Strukturen aufzudecken, die in solchen Komplexitäten herrschen. Dabei richtet sich der Blick primär auf den strukturellen Aufbau und die tiefer liegenden Abläufe zu Phänomenen aus den Thematiken: Wie können wir uns besser organisieren? Wie können wir einen menschlichen Umgang erhalten? Wie können wir besser miteinander reden? Wie können wir unsere Gestaltungsprozesse besser koordinieren und leiten? Wie können wir uns besser verstehen?

 

Ziel ist es nicht bloß aufzeigen, was sich hinter dem schönen Schein heutiger Gestaltungsleistungen verbirgt, sondern Anreize für mehr Sensibilität zu schaffen. Durch Transparenz zum Umdenken aufrufen. Den Fokus neu zu setzen. Diese Arbeit ist das Ergebnis meiner Master Thesis und hatte ihre empirische Grundlagenforschung in der Werkkonferenz 2013.